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Dienstag, 28. August 2012

Fotos

Auf der Fähre nach Dänemark

Bei Kaffee und Kuchen in einem wunderschönen schwedischen Cafe.

Der 1750 gefahrene Kilometer

Wunderbarer Zeltplatz direkt am See

Es sieht wärmer aus als es war.

Der Frosch in unserem Zelt.

Auch Pause muss mal sein!

2000 km!!

Auch bei Regenschauer immer gut drauf!

Matschpiste :-(

Auf der Flucht vor einem Gewitter


2250 km kurz vor Stockholm

Freitag, 24. August 2012

Ueberall sind Bären in Schweden

Wenn man, so wie wir das zurzeit tun, langsam durch die Wälder von Schweden radeln, hat man Zeit. Zeit für seine Gedanken und Zeit die dichten Wäldern links und rechts der Strasse genaustens zu durchstöbern. Wenn der Blick dann durch das Dunkel der Wälder streift und man seiner Fantasie freien Lauf lässt, so entdeckt man unzählige Bären, Rehe und Elche in den Schatten des Waldes nach Nahrung suchend.
In Wirklichkeit haben wir aber vermutlich noch keinen Bären gesehen, Elche leider auch nicht, dafür Rehe, Eichhörnchen und einen Frosch.
Dieser Frosch, man glaubt es kaum, hat es sich während der Nacht unter dem Zelt, direkt unter Yolandas Liegematte, einquartiert. Gross war meine Überraschung bzw. Yolandas Entsetzen am Morgen, als wir das Zelt abbauten und diesen dann entdeckten, scheinbar etwas flacher, doch lebendig und munter hüpfte dieser dann seines Weges. Apropos Weg.
Während eines Einkauf in einem Dorf haben uns zwei nette Frauen vom Göta-Kanal erzählt. Es gäbe einen Fahrradweg entlang des Kanals und die Strecke sei vorwiegend flach. So haben wir uns gestern dann vorgenommen, einen Teil entlang des Göta-Kanals zu radeln. Zu Beginn der rund 30km langen Strecke war auch alles noch perfekt. Guter Radweg, schön flach und durchaus schön, so diesem Kanal entlang. Doch bereits nach wenigen Kilometern bog der Weg dann rechtwinklig vom Kanal ab, steil den Hügel hoch in den Wald hinein. In diesem Wald bahnten wir uns dann unseren Weg, denn die vorhandenen 'Strassen' waren so steil, matschig oder steinig, dass wir unsere Fahrräder teilweise stossen mussten. Nach einige Kilometern im Wald und einigen hier nicht im Detail zu erwähnenden Ausrufen, trafen wir dann wieder auf Zivilisation. Für die Weiterfahrt nach Söderköping entschieden wir, vorwiegend aus Sicherheitsgründen, der Strasse zu folgen.

Montag, 20. August 2012

Unterwegs in Schweden

Wir sind nun bereits einige Zeit in Schweden mit dem Fahrrad unterwegs. Meistens fahren wir auf kaum befahrenen Nebenstrassen durch idyllische Gebiete mit den so typischen Häusern. Immer wieder tauchen diese farbenfrohen Häuser mit den weissen Umrandungen im dichten Birkenwald auf. Das wunderbar sonnige Wetter tut sicher seines dazu. Gestern haben wir die Huegel der beiden vorherigen Tage hinter uns gelassen. Das Gelände ist nun eher flach und weitsichtiger als zuvor, dafuer auch etwas dichter Besiedelt und daher Verkehrsreicher.
Leider haben wir noch so unsere Probleme mit dem Auffinden der Fahrradwege (sollte es diese wirklich geben) und fuhren auf etwas zu stark befahrenen Strassen. Kein Spass sondern eher etwas Stressig war diese Fahrt. Wir haben uns aber entschlossen, bewusst auf solche Strassen, wenn immer möglich zu verzichten. Dank einer guten Strassenkarte im Massstab 1:300'000 finden wir uns gut zurecht auch etwas abseits der Hauptrouten.
Während wir in Deutschland und Holland noch oft ins Gespräch mit den Leuten kamen, ist uns dies in Schweden noch nicht geglueckt. Vielleicht liegt es an der Sprache oder an beiderseitiger Zurueckhaltung. Wir geben aber nicht auf und werden immer wieder Leute nach dem Weg fragen.
Da das Wetter noch gut mitmacht geht es immer noch in Richtung Norden. Wir spueren aber bereits den Spätsommer, denn sobald sie Sonne am Abend untergeht wird es etwas kuehler.

Dienstag, 14. August 2012

Wiedersehen mit Liliane und Fredy

Nach dem Abschied von der Familie Van Slooten gings weiter Richtung Bremerhaven. Wir hatten mit meinen Eltern abgemacht, dass wir sie in einigen Tagen in diesem Gebiet treffen wollten.
Es war noch eine große Distanz die in den nächsten Tagen zurückzulegen war.
Das Wetter war toll, auch wenn der Wind etwas stärker von vorne blies als sonst, gings flott unterwegs. Wir schafften es auch, der Dank gebührt aber Yolanda, etwas früher aufzustehen und loszufahren. So verbrachten wir drei gute, letzte, gemeinsame Tage in Holland. Genossen noch einige einheimische Leckereien, Museen, die Landschaft und das immer noch gute Wetter. Täglich fuhren wir nun etwa 80 Kilometer, was für uns doch eine gute Tages-Leistung ist. Wir übernachteten auf einem interessanten Minicamping, versuchten vergebens den Weg aus einer kleinen Stadt zu finden und genossen nochmals die gut ausgebauten Fahrradwege in Holland. Bei dieser Gelegenheit möchte ich den deutlichen Unterschied im Ausbau von holländischen und deutschen Fahrradwege hervorheben (Holland = hervorragend, Deutsch = eher fragwürdig).
In Sehested trafen wir dann meine Eltern die ebenfalls auf dem Weg in den Norden sind. Bei einem wunderbaren Wurst- und Käsesalat genossen wir den wunderschönen Abend mit Blick auf den Jadebusen (Meer) auf dem Campingplatz direkt am Meer.
Nach kurzer Diskussion entschlossen wir uns einige Zeit mit ihnen zu Reisen und verluden die Fahrräder und das Gepäck in den Camper und los gings. Schnell, für uns schon fast zu schnell, fuhren wir durch Deutschland, Daenemerk und befinden uns nun bereits in Lund in Schweden. Was für uns mindestens zwei Wochen radeln geheissen hätte, haben wir in zwei Tage hinter uns gebracht. Eine ganz andere Art des Reisens...
Ich möchte noch erwähnen, dass wir gestern Abend Racelette gegessen haben, vermutlich das letzte Mal für eine sehr sehr lange Zeit.

Bei Anneke und Ron

Um es vorweg zu nehmen, das Schlaraffenland existiert und zwar bei Ron und Anneke in Hierden. Nachdem wir Janina in Amsterdam verabschiedeten und sie mit Marcel in die Schweiz zurueck kehrte, waren Yolanda und ich zum ersten mal zu zweit unterwegs.
Am 5. August 2012, genau ein Jahr nach unserer standesamtlichen Trauung in Aarau, mieteten wir ein kleines Häuschen auf einem Campingplatz um diesen Tag speziell zu feiern aber vor allem um vor dem heftigen Regenschauer in Sicherheit zu gelangen und um das klitschnasse Zelt und uns zu trocknen. Und dies war das erste mal, dass wir in den drei Reisewochen in einem Bett schliefen. Wunderbar...
Am nächsten Morgen gings dann los, mit diesem leichten Wind im Gesicht, Richtung Anneke und Ron, wo wir dann auch schon bald eintrafen und herzlich begrüßt wurden. Mit Kaffee und Kuchen was ich natürlich sehr genoss. Nicht nur die Bewirtung genossen wir, auch die gemeinsamen Tage zusammen mit der Familie van Slooten waren wunderbar.
Extra für uns räumten sie ein Kinderzimmer, zwängten sich in einen Raum und überließen uns einen anderen. Extra für uns organisierten sie eine Rundreise nach Rotterdam mit Hafenbesichtigung und Fort-Besichtigung in Hoeck van Holland. Und so verbrachten wir drei Nächte bei Anneke und Ron und danken ihnen sehr für die Gastfreundschaft.
Uns fiel der Abschied sehr schwer, aber wir sind sicher, dass wir sie wieder sehen werden.

Nochmals ganz ganz herzlichen Dank für alles, was wir mit Anneke, Ron, Renate, Aline und Marein erleben durften.

Dienstag, 24. Juli 2012

Nach gut einer Woche

In Mainz befinden wir uns heute. Bei bestem Wetter und guter Stimmung.
Wir haben in dieser letzten Woche alles ausprobieren dürfen, was wir für unsere Reise benötigen. Wir haben Wild campiert, Knie verbunden, Karten studiert, Fahrräder geflickt (der defekte Ständer hat sich selber wieder repariert), bereits zum ersten Mal warm angezogen, geschwitzt und Hinter eingesalbt.

Unser Tagesablauf, den es noch etwas zu optimieren gibt, sieht folgendermassen aus. Um 9.00 Uhr stehen wir auf, machen uns bereit für den Tag, Frühstücken und Waschen das Geschirr ab, dann packen wir unsere Sieben Sachen zusammen und verschnüren diese auf unseren Fahrräder. Um ca. 11 Uhr geht´s dann los mit der Fahrt. Dann sehen wir uns um, wo wir einkaufen können, gehen dann auch einkaufen und um ca. 12 Uhr gehts dann wirklich los mit der Fahrt. Um ca. 15 Uhr nehmen wir dann etwas zu Mittag und fahren dann nochmals weiter bis ca. 19 Uhr. Wir stellen das Zelt auf, kochen und gehen dann um ca. 22 Uhr zu Bett.

Was ich hier hervorheben möchte, sind die sehr hilfsbereiten Deutschen. Es vergehen keine 3 Minuten, wenn wir an einer Kreuzung stehen und die Karte studieren, bevor uns jemand fragt, ob er uns helfen könne.
Jemand ist mit uns ca. 3 Kilometer mitgefahren, bis er sicher war, dass wir auf dem Richtigen Weg waren. Er hätte uns sogar bis zu einem Hotel geführt, hätte unsere liebe aber leicht verletzte Janina dies gewollt. Sie aber wollte weiter nach Norden.

Wir ja auch und deshalb fahren wir jetzt weiter Richtung Norden. Alles dem Rhein entlang bis nach Rotterdam.



Mittwoch, 18. Juli 2012

Unterwegs nach Norden

Nun sind wir unterwegs; Richtung Norden.
Einfach war der Start nicht. Immer wieder Abschied zu nehmen viel mir schwer. Der 1. Abschied in Holziken, der 2. in Brugg und der 3. in Augst und der Letzte steht uns noch bevor.
Gleichzeitig mit den ersten Metern auf dem Fahrrad, setzte auch starker Regen ein und stellte uns zum ersten Mal auf die Prüfung.
Die Fahrräder waren ebenfalls zum ersten mal mit allen Sachen bepackt, mit den ganzen 40 kg und mit mir. So fuhren wir vorsichtig und versuchten jede Erschütterung zu vermeiden. Trotzdem gab der Fahrradständer bei einem der ersten Halte den Geist auf. Ich bin jedoch sicher, dass ich diesen in den nächsten Tag wieder reparieren kann.
Nun sind wir 4 Tage unterwegs. Die Packtaschen werden wir womöglich nie so packen können, dass das was wir brauchen auch oben in der Tasche ist. So packen wir aus und wieder ein, aus und wieder ein, bis wir das gefunden haben, was wir suchen.
Aber wir haben ja Zeit und sind nicht in Eile, sei es auf oder neben dem Rad.