Herr Reiner Blancke, unser empfehlenswerter Zahnarzt in Aarau, hat uns schon vor der Abfahrt in der Schweiz zu sich nach Friesland eingeladen - diese Einladung wollten wir auf jeden Fall annehmen. Aufgrund fehlender geographischer Kenntnisse vermuteten wir Friesland an einer anderen Stelle in Deutschland und haben uns zu früh bzw. zu spät bei ihm gemeldet. Nachdem wir nach seiner Mail - die von Kamin, Wärme, Kleider waschen und Ausruhen gehandelt hatte - nun auch die Adresse kannten, war klar, dorthin muss unser Weg führen.
Aufgrund fehlendem Internetzugang war es uns erst in Varel möglich, ihm zu schreiben - einen Tag oder wenige Stunden vor unserer Anreise bei ihm. Da wir am Tag der Ankunft noch keine Rückmeldung von ihm erhalten hatten, meldete ich meine Bedenken bezüglich unangemeldetem Besuch bei Yolanda an. Sie jedoch bestand darauf, wenigsten bei der Haustüre zu klingeln und seiner Frau Renate, sofern sie zu hause war, zu erklären, wer wir sind, was wir hier wollten und weshalb wir uns nicht vorher gemeldet hatten.
Das mulmige Gefühl beim Betätigen der Klingel wurde noch größer, als tatsächlich eine Frau die Türe öffnete und uns verständlicherweise etwas fragend ansah. Doch zu unserer Erleichterung schien sie von den beiden reisenden Patienten ihres Mannes zu wissen. Sie führte uns sogleich ins Haus und zeigte uns nach wenigen Augenblicken das Zimmer in welchem wir 'pennen' könnten und selbstverständlich könnten wir hier bleiben, Wäsche waschen und Reiner sei ja dieses Wochenende zufälligerweise sowieso hier und sie freuen sich immer Gäste bei sich zu haben und so waren wir nach wenigen Minuten bei den beiden einquartiert.
In den beiden folgenden Tagen wurden wir nach Strich und Faden verwöhnt - auch wenn wir uns nicht unbedingt verwöhnen lassen wollten - konnten wir uns dem Charme der beiden nicht entziehen.
Reiner telefonierte sogar noch Peter & Ute - Freunden in der Nähe von Papenburg - um uns eine weitere Übernachtung zu zuhalten und die beiden sagten spontan zu.
So geschah es, dass wir dann bei Peter und Ute ebenfalls sehr sehr freundlich - mit Kaffee, Tee und Kuchen - begrüßt wurden. In einem Wasserbett übernachten durften und sogar noch zum Abendessen in einem sehr guten mongolischen Restaurant eingeladen wurden. Peter am nächsten morgen früh, vor der Arbeit, noch Brötchen besorgte, damit wir ausgiebig Frühstücken konnten.
Die Gastfreundschaft und Fürsorge, die wir in diesen Tagen (so zu sagen als Fremde) erleben durften, kann nicht einfach in Worte gefasst werden, man musste es erleben.
Wir bedanken uns von ganzem Herzen für die Grosszügigkeit und Herzlichkeit, die wir bei euch erfahre durften und wir nehmen uns an euch ein Beispiel für unsere eigene Gastfreundschaft - sobald es wieder möglich ist.
Posts mit dem Label Deutschland werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Deutschland werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Freitag, 12. Oktober 2012
Samstag, 6. Oktober 2012
Nach Hamburg
Der Elbe gings wieder entlang, abwärts, Richtung Meer, als wir Hamburg verliessen. Begleitet wurden wir von Janina, die ihr Fahrrad inkl. Packtaschen usw. nach Hamburg mitgebracht hatte.
Der Weg aus Hamburg heraus war eindeutig schwieriger als der Weg ins Zentrum. Nicht immer direkt der Elbe entlang sondern durch angrenzende Städte und kleinere Dörfer führte der Weg nur langsam aus der Stadt heraus. Wir genossen das spätsommerliche Wetter auf der Fahrt.
Am Montag waren wir lange unterwegs - etwas mehr als 100 km - und fanden kurz vor 19 Uhr eine Unterkunft in einem wunderschönen, alten Bauernhaus mit tiptopen Frühstück. Die nächste Etappe von ca. 80 km entlang der Küste führte uns dann bis nach Cuxhaven, wo wir ebenfalls erst kurz vor 20 Uhr ankamen und noch ein Hotel gefunden haben mit einer Familiensuite, die wir zu dritt gleich bezogen. In der Jugi Nordenham sind wir dann sogar erst kurz vor 21 Uhr angekommen, nachdem wir wieder einmal die letzte Fähre - die von Bremerhaven nach Nordenham - erwischt haben. Dafür kamen wir in Varel bereits um 15 Uhr an, das heisst, wir haben uns dem schlechten Wetter ergeben und haben den Nachmittag genutzt um noch das eine oder andere zu erledigen.
In Varel musste uns Janina dann leider schon wieder verlassen. Mit Sack und Pack stieg sie am Freitagmorgen früh in den Buss nach Oldenburg ein. Wir gingen nochmals ins Hotel zurück, genossen einige Stunden im Zimmer und dann noch einige Stunden in der Bäckerei bevor wir dann die nächste Etappe unter die Räder nahmen.
Am Montag waren wir lange unterwegs - etwas mehr als 100 km - und fanden kurz vor 19 Uhr eine Unterkunft in einem wunderschönen, alten Bauernhaus mit tiptopen Frühstück. Die nächste Etappe von ca. 80 km entlang der Küste führte uns dann bis nach Cuxhaven, wo wir ebenfalls erst kurz vor 20 Uhr ankamen und noch ein Hotel gefunden haben mit einer Familiensuite, die wir zu dritt gleich bezogen. In der Jugi Nordenham sind wir dann sogar erst kurz vor 21 Uhr angekommen, nachdem wir wieder einmal die letzte Fähre - die von Bremerhaven nach Nordenham - erwischt haben. Dafür kamen wir in Varel bereits um 15 Uhr an, das heisst, wir haben uns dem schlechten Wetter ergeben und haben den Nachmittag genutzt um noch das eine oder andere zu erledigen.
In Varel musste uns Janina dann leider schon wieder verlassen. Mit Sack und Pack stieg sie am Freitagmorgen früh in den Buss nach Oldenburg ein. Wir gingen nochmals ins Hotel zurück, genossen einige Stunden im Zimmer und dann noch einige Stunden in der Bäckerei bevor wir dann die nächste Etappe unter die Räder nahmen.
| Übernachtung im Bauernhaus |
| Janina kämpft mit deichtypische Verunreinigungen - in diesem Falle Kuhscheisse |
| Abendessen in der Jugi in Nordenham |
| 4000 km - Fotoshooting |
| Zugvögel zieht es auch in den Süden |
Hamburg
Gewarnt wurden wir schon von Anfang an, dass deichtypische Verunreinigungen hier überall anzutreffen seien. So wars dann auch - Schafscheisse so weit das Auge reicht. Diese klebte dann auch an unseren Packtaschen, am Rahmen, unseren Schuhen und an den Hosen. So konnten wir bestimmt nicht in Hamburg einfahren und so legten wir vor der grossen Stadt einen Reinigungshalt ein, bei welchem diese Verunreinigungen dann auch mühsam gereinigt wurden. Ansonsten war der Weg nach Hamburg toll, alles so Nahe an der Elbe bis direkt ins Zentrum der Stadt.
Auch wenn wir einen Tag zu früh im Hotel ankamen, hatten die glücklicherweise ein Zimmer für uns. Wir waren auch sehr froh darüber, dass wir einen Tag in Hamburg verbringen konnten, bevor der grosse Besuch hier eintraff. Wir gingen shoppen und haben einen Nachmittag im Kaufhof-Restaurant mit lesen und rätseln verbracht.
Am Freitagabend war es denn endlich auch soweit und wir warteten auf dem Flughafen Hamburg auf unseren langersehnten Besuch. Das grosse Geheimnis, wer uns dann wohl alles nach Hamburg besuchen kommt, war geklärt. Wir freuten uns sehr, Käthy, Liliane und Fredy - also unsere Eltern - wieder begrüssen zu dürfen. Janina kam etwas später - also um Mitternacht - mit dem Zug an, womit die Besuchermeute dann auch bereits vollständig war.
Drei Tage lang haben wir die Stadt mit Bus besichtigt, Flohmärkte abgewandert, Hafen besichtigt, gegessen und getrunken, U-Bahn gefahren, Musicals angesehen (Highlight), viel geredet und noch mehr gelacht (auch ein Highlight). Wir haben die Zeit mit unseren Eltern in Hamburg sehr genossen und dennoch gings am Montagmorgen wieder ab auf´s Rad.
Auch wenn wir einen Tag zu früh im Hotel ankamen, hatten die glücklicherweise ein Zimmer für uns. Wir waren auch sehr froh darüber, dass wir einen Tag in Hamburg verbringen konnten, bevor der grosse Besuch hier eintraff. Wir gingen shoppen und haben einen Nachmittag im Kaufhof-Restaurant mit lesen und rätseln verbracht.
Am Freitagabend war es denn endlich auch soweit und wir warteten auf dem Flughafen Hamburg auf unseren langersehnten Besuch. Das grosse Geheimnis, wer uns dann wohl alles nach Hamburg besuchen kommt, war geklärt. Wir freuten uns sehr, Käthy, Liliane und Fredy - also unsere Eltern - wieder begrüssen zu dürfen. Janina kam etwas später - also um Mitternacht - mit dem Zug an, womit die Besuchermeute dann auch bereits vollständig war.
Drei Tage lang haben wir die Stadt mit Bus besichtigt, Flohmärkte abgewandert, Hafen besichtigt, gegessen und getrunken, U-Bahn gefahren, Musicals angesehen (Highlight), viel geredet und noch mehr gelacht (auch ein Highlight). Wir haben die Zeit mit unseren Eltern in Hamburg sehr genossen und dennoch gings am Montagmorgen wieder ab auf´s Rad.
| Käty bei der Ankunft in Hamburg |
| Fredy bei der Hafenrundfahrt |
| Aussicht vom ´Michel´ über die Hamburg |
| Das war Spitze! |
| Ein sonniges Plätzchen an der Alster |
Mittwoch, 26. September 2012
Auf nach Hamburg
Ich sitze gerade in Glückstadt in einer dunklen Spielhölle, über die Tastatur gebeugt, auf welcher das E klemmt. Und rechts oben hängt ein Bildschirm auf welchem ein Spiel der 2. Bundesliga plärrt. Habe mich wieder entschieden, etwas ausformulierter zu schreiben, da sich ja die negativen Rückmeldungen schon fast überschlagen haben.
In Glückstadt werden wir heute übernachten, über einem Cafe haben wir uns einquartiert. In einem schönen Raum über dem Marktplatz.
Die letzten Tage haben wir uns jeweils über Nacht im Innern aufgehalten. Zu feucht waren die Tage und zu Kalt die Nächte, um noch freudig draussen zu campieren. Auch das Fahrradfahren ist nicht mehr immer nur lustig und freudig. Wenn einem die Regentropfen seitlich, vom Wind getrieben, ins Gesicht klatschen und man sich auf den Weg konzentrieren muss, damit einem eine Windböe nicht allzustark in die Strassenmitte blässt, dann freue ich mich besonders über einen schönen Platz zum Übernachten.
Und das hatten wir in den letzten Tagen immer, sei es in Cafes oder auf Zeltplätzen, aber immer in günstigen und wunderschönen Zimmern, manchmal sogar mit einem ausgiebigen Morgenessen und Kontakt zu Nordfriesen.
Doch bevor diese Regenfront bei uns ankam, haben wir eine wunderbare Fahrt auf Sylt erlebt. Mit Traumwetter und nochmals wunderbar warm, fuhren wir von Nord nach Süd über Sylt, mit dem Ziel, noch nach Amrum überzusetzen. Auf Sylt haben wir wieder festgestellt, dass wir in Deutschland sein mussten. Kaum zu glauben, abr wollte man auf den Strand, musste man eine Tageskarte lösen oder Gast auf Sylt sein. Da wir aber in den letzten Wochen mehr als genug Strand erlebt haben, konnten wir gut auf diese zusätzlichen Ausgaben verzichten.
Auf Amrum angekommen, konnten wir noch einen wunderbaren Abend auf der Terrasse der Jugendherberge geniessen. Am nächsten Morgen war Sturm auf Amrum und eine wilde Überfahrt aufs Festland stand uns bevor. Nebst hohem Wellgang und einem technischen Problem auf See, haben wir dann 2x den Meeresboden berührt - tief war das Wasser wirklich nicht. Wir waren doch froh, hatten wir wieder festen Boden unter unseren Füssen. Aber nur, bis wir gegen den Sturm ankämpfen mussten.
Jetzt steht aber sicher ein Highlight unserer Reise bevor - Hamburg. Übers Wochenende treffen wir in Hamburg auf unser Familie bzw. Freunde - wir wissen nicht genau wer alles dabei sein wird, wir rechnen aber mit einer grossen Meute, die hier in Hamburg Yolandas Geburtstag mitfeiern möchte.
In Glückstadt werden wir heute übernachten, über einem Cafe haben wir uns einquartiert. In einem schönen Raum über dem Marktplatz.
Die letzten Tage haben wir uns jeweils über Nacht im Innern aufgehalten. Zu feucht waren die Tage und zu Kalt die Nächte, um noch freudig draussen zu campieren. Auch das Fahrradfahren ist nicht mehr immer nur lustig und freudig. Wenn einem die Regentropfen seitlich, vom Wind getrieben, ins Gesicht klatschen und man sich auf den Weg konzentrieren muss, damit einem eine Windböe nicht allzustark in die Strassenmitte blässt, dann freue ich mich besonders über einen schönen Platz zum Übernachten.
Und das hatten wir in den letzten Tagen immer, sei es in Cafes oder auf Zeltplätzen, aber immer in günstigen und wunderschönen Zimmern, manchmal sogar mit einem ausgiebigen Morgenessen und Kontakt zu Nordfriesen.
Doch bevor diese Regenfront bei uns ankam, haben wir eine wunderbare Fahrt auf Sylt erlebt. Mit Traumwetter und nochmals wunderbar warm, fuhren wir von Nord nach Süd über Sylt, mit dem Ziel, noch nach Amrum überzusetzen. Auf Sylt haben wir wieder festgestellt, dass wir in Deutschland sein mussten. Kaum zu glauben, abr wollte man auf den Strand, musste man eine Tageskarte lösen oder Gast auf Sylt sein. Da wir aber in den letzten Wochen mehr als genug Strand erlebt haben, konnten wir gut auf diese zusätzlichen Ausgaben verzichten.
Auf Amrum angekommen, konnten wir noch einen wunderbaren Abend auf der Terrasse der Jugendherberge geniessen. Am nächsten Morgen war Sturm auf Amrum und eine wilde Überfahrt aufs Festland stand uns bevor. Nebst hohem Wellgang und einem technischen Problem auf See, haben wir dann 2x den Meeresboden berührt - tief war das Wasser wirklich nicht. Wir waren doch froh, hatten wir wieder festen Boden unter unseren Füssen. Aber nur, bis wir gegen den Sturm ankämpfen mussten.
Jetzt steht aber sicher ein Highlight unserer Reise bevor - Hamburg. Übers Wochenende treffen wir in Hamburg auf unser Familie bzw. Freunde - wir wissen nicht genau wer alles dabei sein wird, wir rechnen aber mit einer grossen Meute, die hier in Hamburg Yolandas Geburtstag mitfeiern möchte.
Abonnieren
Posts (Atom)